Datum: 11.04.2024 (Veranstaltung hat bereits stattgefunden)
Beginn: 18:00 Uhr
Ende: ca. 20:30 Uhr

Lesung mit Moshtari Hilal


»Ich beobachtete, was jene schönen und erfolgreichen Frauen ausmachte, zu denen ich gehören wollte, und zu denen meine Mutter und meine Tanten nicht gehörten.«

Poetisch und berührend, intim und hochpolitisch erzählt Moshtari Hilal von uns allen, wenn sie von den Normen erzählt, mit denen wir uns traktieren. Wo berühren sich Macht und Schönheit und bestimmen, wer als hässlich gilt? Welche Rolle erfüllt die Hässlichkeit, wenn sie den Hass in sich trägt?Dichte Körperbehaarung, braune Zähne, große Nasen:Moshtari Hilal befragt Ideen von Hässlichkeit – vordergründig ihre eigenen, in Wahrheit unsere gemeinsamen. In ihrem einzigartigen Buch schreibt sie von Beauty Salons in Kabul als Teil der US-Invasion, von Darwins Evolutionstheorie, von Kim Kardashian undvon einem utopischen Ort im Schatten der Nase. IhreErkundungen, Analysen und Erinnerungen, ihre Bildzitate und eigenen Zeichnungen führen in jenen innersten Bereich, in dem jedes Selbstverständnis auf dem Prüfstand steht. Warum fürchten wir uns vor dem Hässlichen?

MOSHTARI HILAL, Hamburger Künstlerin, Kuratorin und Autorin, liest auf gemeinsame Einladung mit dem Literaturbüro Westniedersachsen in Osnabrück im Renaissance Saal des Ledenhofs.

Sie studierte Islamwissenschaft in Hamburg, Berlin und London mit Schwerpunkt auf Gender undDekoloniale Studien und ist Mitgründerin des Kollektivs Afghan Visual Arts and History sowie des Rechercheprojekts Curating Through Conflict with Care.

Eintritt: 12 Euro / 10 Euro (mit Literaturcard) / 8 Euro für Studierende

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