"Zeit der Mutigen" ist kein Roman, den man einfach, gar in den wengigen Sätzen, die wir hier zur Verfügung haben, zusammenfassen kann. Der Wiener Schriftsteller Dimitre Dinev hat auf 1147 Seiten einen Roman über dem Schicksal, der Gewalt und der Weltgeschichte des letzten Jahrhunderts trotzenden Protagonisten geschrieben. Über Eva, die sich kurz vor dem Krieg statt in die Donau in die Arme eines Infanterieleutnants wirft, er erzählt vom hingerichteten Leopold, der fröstelnd, mit Schmerzen, aber ohne Erinnerung als Meto weiterleben wird und sich in Evas Tochter verliebt. Diese mutigen, das Leben angehenden Menschen stehen im Mittelpunkt dieses opulenten Werks. Beim Lesen musste ich herzhaft lachen, und wenige Sätze später weinen. Jede einzelene Figur zwischen diesen Buchdeckeln lebt und lebt nach der Lektüre weiter. Jedem der Nino Haratischwilis "Achte Leben" gerne gelesen hat, sei dieser Roman ans Herz gelegt!
Als das Dienstmädchen Eva am Vorabend des Ersten Weltkriegs ihrem Leben in der Donau ein Ende setzen möchte, wird sie stattdessen in die Arme des jungen Infanterieleutnants Alois Kozusnik gespült. Statt ihres Lebens verliert sie ihre Unschuld. Es ist der Startpunkt einer epischen Geschichte, die sich aus drei großen Erzählsträngen zusammensetzt und sich bis in die heutige Zeit fortspinnt. Was macht den Menschen aus? Wie durchlebt und übersteht er Jahre der Unterdrückung und Gewalt? Wie schafft er es immer wieder, Kraft zu schöpfen, zu hoffen und zu lieben? Dimitré Dinev erkundet in seinem neuen großen Roman die Geschichte Europas und die zentralen Fragen des menschlichen Zusammenlebens und schafft damit ein literarisches Meisterwerk des Humanismus und der Empathie.