Was für ein Roman! Judith Fanto nimmt uns mit in eine Zeit, in der Freundschaften auf die Probe gestellt werden und nichts mehr so ist, wie es einmal war. Sechs Freunde, unterschiedliche Lebenswege und eine politische Entwicklung, die alles verändert. Wer hält zu wem? Wer schaut weg? Und wer erkennt zu spät, was auf dem Spiel steht?
Judith Fanto erzählt mit einem feinen Gespür für ihre Figuren und die Widersprüche ihrer Zeit. Ein Roman, der einen packt, beschäftigt und nicht so schnell wieder loslässt.
Unbedingt lesen!
Bezug zu bestimmten sozioökonomische Gruppen / Status
Ausstattung
Hardback (stationery)
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Kein & Aber Verlag E-Mail: berlin@keinundaber.de
Es ist ein nasskalter Februartag des Jahres 1948, als der niederländische Kunstrestaurator Hermann, genannt Manno, einen Brief erhält, der ihn unvermittelt zurück in die Vergangenheit wirft: Er ist gerade mal zehn Jahre alt, als seine Mutter 1916 stirbt, sodass Manno seine Heimatstadt Haarlem verlassen und zur Familie seines Vaters nach Wien ziehen muss. In der neuen Stadt fühlt er sich einsam und verloren, bis er in der Sommerschule Béla, Franzi, Max, Bertl und Lotte kennenlernt. Es entsteht eine Freundschaft, die die sechs jeden Sommer vertiefen. Außerhalb Wiens bei den gemeinsamen Ferien in Altaussee scheint es keine Rolle zu spielen, dass Béla schwul ist oder dass Max und Franzi jüdisch sind. Doch im antisemitischen Wien wird ihre Freundschaft zunehmend politisch, und spätestens, als Hitler am Vorabend des Zweiten Weltkriegs in Österreich einmarschiert, tun sich innerhalb der Freundesgruppe Abgründe auf, die unüberwindbar scheinen. Jahre später blickt Manno zurück und legt das Bild ihrer unvergesslichen Freundschaft Schicht um Schicht frei.