Im Mittelpunkt von "Kreiseziehen" stehen zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Marian, ein ungestümes Mädchen, dem kein Abenteuer zu groß erscheint und die in sich den Drang verspürt, die Welt zu erobern. Und zwar am liebsten von oben. Seit ihrer Kindheit in Montana ist sie vom Fliegen besessen. In den 1950er Jahren wagt sie eine Erdumrundung - in Längsrichtung, und verschwand irgendwo über dem Ross-Schelfeis in der Antarktis.
Parallel zu Marians Geschichte verläuft eine Erzählung in der Gegenwart. Hadley Baxter, ein ehemaliger Kinderstar aus der Fantasy-Reihe
"Archangel" - wir denken fast automatisch an "Twilight" - versucht verzweifelt an diesen Ruhm anzuknüpfen und sieht in einer Verfilmung von
Marians Leben ihre letzte Chance, deren Schicksal sie ergründen will.
Geschickt verwebt Maggie Shipstead beide Leben miteinander und zeigt bemerkenswerte Ähnlichkeiten beider Frauen auf. Beide früh verwaist, in
schwierigen Umständen groß geworden und trotzdessen voller Ehrgeiz und Zuversicht ihre Träume zu verwirklichen.
Der Roman ist bevölkert von denkwürdigen lebendigen Charakteren, die Verbindung zwischen den Erzählsträngen schaffen. Die große Kunst der
Autorin ist es, all die gesponnen Fäden mit einer Leichtigkeit zu verknüpfen, dass ich es erst am Ende dieses wunderbaren Buches gemerkt habe, wie sehr Maggie Shipstead mich in ihren Kreis gezogen, meinen Horizont erweitert und auf jeder der 900 Seiten bewegt, ja teilweise verzaubert hat.
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Empfehlung von Frau Bollhöfer
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Zwei außergewöhnliche Frauen, die sich nicht mit der für sie vorgesehen Rolle in der Gesellschaft begnügen wollen:
Anfang des 20.Jahrhunderts wächst Marian zusammen mit ihrem Bruder in Missoula, Montana bei ihrem Onkel auf. Schon früh sehnt sie sich nach Unabhängigkeit und geht im Gegensatz zu ihrem eher ruhigen Bruder keinem Abenteuer aus dem Weg. Durch den Besuch einer Flugschau wird eine tiefe Leidenschaft zum Fliegen in ihr geweckt, die ihr ganzes weiteres Leben bestimmen wird. Um selber fliegen zu können, nimmt sie so manches Opfer in Kauf und meldet sich zu Beginn des 2 .Weltkriegs sogar zum Militärdienst. Nach dem Krieg plant sie ihr nächstes Abenteuer: als erster Mensch die Erde in der Längsachse zu umrunden. Sie startet tatsächlich 1950, aber in der Antarktis verschwindet sie und lässt nur ein Logbuch zurück.
2014 bekommt die Hollywoodschauspielerin Hadley Baxter die Rolle der zum Mythos gewordenen Marian Graves. Nach einem öffentlichen Skandal ist diese Rolle die große Chance für sie, ihre Karriere doch noch zu retten.Je mehr sie sich mit Marian und deren Leben beschäftigt, desto mehr identifiziert sie sich mit ihr. Shipstead schreibt ungemein spannend über das interessante und ungewöhnliche Leben zweier Frauen, die ihr Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit über Jahrzehnte hinweg verbindet.
In den Weiten des Himmels gibt es keine GrenzenMarian Graves ist ein Wildfang von Kindesbeinen an. Im heimatlichen Montana sucht sie stets das nächste Abenteuer und scheut keine Gefahr. Besonders angetan hat es ihr das Fliegen - sie träumt davon, über den Wolken zu schweben. Aber um ihr Ziel zu erreichen, muss sie Hindernisse meistern und Opfer bringen. 1950 startet Marian den Versuch, als erste Person die Erde in der Längsachse zu umrunden. Doch in der Antarktis verschwindet sie und lässt nur ein Logbuch zurück. 2014 verkörpert die skandalerschütterte Hollywoodschauspielerin Hadley Baxter die Rolle der zum Mythos gewordenen Marian Graves und begibt sich auf die ganz eigene Spurensuche dieser ungewöhnlichen Frau.