Dr. Pierce versucht traumatisierten Menschen mit Hilfe von Hypnose zu helfen. Er weiß, dass es den „normalen Menschen“ auch vor dem Krieg nicht gab. Kollegen verspotten ihn, greifen zu Zwangsjacken und Elektroschocks.
Ein Ingenieur, der zur Inspektion eines Leuchtturms entsandt wurde, kehrt gebrochen zurück. Was ist geschehen? Muzzio beschreibt packend, was Krieg mit seinen Opfern macht. Auch Jahre später bleiben die Erlebnisse im Unbewussten präsent. Die Sprache, das Gefühl für die Seele und die Darstellung der Unmenschlichkeit: berührend!
Edinburgh in den 1920ern: Der Psychiater Dr. Pierce erprobt innovative Hypnosemethoden an seinen Kriegsversehrten Patienten, als eines Nachts der Vorstand des Northern Lighthouse Board an die Pforten seiner Nervenheilanstalt klopft. Er ersucht Heilung für den Ingenieur David Bradley. Seit Bradley von der Inspektion des argentinischen Leuchtturms Goliaths Auge zurückgekehrt ist, verfällt er, kaum von seiner Zwangsjacke befreit, stumm in manische Schwimmbewegungen. Einziges Zeugnis der vergangenen Wochen ist sein Tagebuch, das Grausames erahnen lässt. Dr. Pierce ist fasziniert - Bradleys Heilung soll ihm als sein Meisterstück zu internationaler Anerkennung verhelfen. Doch auch seine eigene Vergangenheit wirft schwarze Schatten, und je tiefer er sich in den Fall versenkt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Psychiater und Patienten, zwischen Wahn und Wirklichkeit.