Heniek lebt mit seiner Frau Beatka glücklich und zufrieden in seinem polnischen Dorf Gajerudki. So denkt er zumindest, bis für ihn völlig überraschend, Beatka sich sein geliebtes Auto schnappt und ihn verlässt. Fassungslos bleibt er zurück, voller Sehnsucht nach der guten alten Zeit, als die EU noch weit weg war und die Frauen nicht verlockte, dumme Dinge zu tun. Und als polnisch und katholisch zu sein noch vollig ausreichte, um ein glückliches Leben zu führen.
Gemeinsam mit seinem alten Kumpel Andrzeij und einem fast genauso alten Daimler macht er sich auf den Weg, um seine Frau zurückzuholen. Ohne viel Geld, Sprachkenntnissen und allzubald auch ohne Auto, aber mit um so mehr Entschlossenheit reisen die beiden durch Deutschland.
Spritzig leicht und voller berührender Momente erzählt Bach von dieser schrägen Odyssee. Ein Debütroman, der so gescheit und amüsant daherkommt, dass ich schon ungeduldig auf das nächste Buch von Konrad Boguslaw Bach warte!
Ein kleiner Ort mitten in Polen und zwei Männer kurz vor der Rente, die nie vorhatten, ihre Heimat zu verlassen: Heniek und Andrzej, Mechaniker und Tischler, brechen aus Gajerudki auf und folgen der A2, der "Autobahn der Freiheit", gen Westen. Sie wollen Beatka zurückholen, die zur Saisonarbeit in die Niederlande gefahren ist und ihren Mann Heniek nun nach 36 Jahren Ehe verlassen hat, ohne ihm den Grund dafür zu nennen. Als jedoch die beiden Freunde nach einem Wildwechselunfall in Deutschland stranden, beginnt für sie eine Irrfahrt durch das verhasste Europa und ihr bisheriges Selbstverständnis. Andrzej und Heniek lernen ihre Abgründe neu kennen - und, als sie einem Wisent begegnen, auch ihre Vergangenheit. Eine Geschichte mit Sogwirkung, erzählt in einem mal tragikomisch-derben, mal legendenhaft verknappten Ton.